Tränende Augen, Niesattacken und eine juckende Nase – für viele Allergiker beginnt mit den ersten Sonnenstrahlen auch wieder die Leidenszeit. In diesem Jahr so früh wie selten zuvor!
Grund für die zeitige Allergie-Saison ist der ungewöhnlich warme Jahresbeginn, der den Pollenflug vieler Gräser und Blumen besonders früh einleitete. Hinzu kommt, dass in Deutschland immer mehr Menschen von Heuschnupfen betroffen sind: In den letzten Jahren ist die Zahl der Erkrankten um 70 Prozent gestiegen.
Heuschnupfen ist der umgangssprachliche Ausdruck für eine Pollenallergie. Sie ist eine an die Jahreszeit gebundene allergische Reaktion, deren Auslöser die Pollen von Gräsern, Blüten und Bäumen ist. Im Frühjahr sind in erster Linie die Pollen von Bäumen wie Hasel, Weide, Erle, Pappel, Birke und Ulme für den lästigen Schnupfen verantwortlich.
Betroffene, die unter diesen Symptomen leiden, sollten zunächst einen Allergologen aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob und auf welche Pollen der Patient allergisch reagiert. Vorbeugend haben sich Wirkstoffe wie Cromoglicinsäure und Nedocromil als erfolgreich erwiesen, die das Histamin hemmen. Wichtig ist jedoch, dass das Medikament rechtzeitig vor der Blüte eingenommen wird. Um Beschwerden zu lindern, werden häufig Sprays verschrieben oder – bei schweren Symptomen – auch kortikoidhaltige Medikamente zum Inhalieren. Die einzige Möglichkeit, eine Pollenallergie zumindest zeitweise zu heilen, besteht mittels einer Hyposensibilisierung. Dabei werden dem Betroffenen die Allergene in immer höherer Dosierung gespritzt, bis er eine Resistenz entwickelt.