Forscherdrang mit Folgen!

VERGIFTUNGSGEFAHR FÜR KINDER
IM HAUSHALT !

Sebastian und Nina spielten schon einige Zeit vergnügt und lautstark im Garten, doch plötzlich wurde es sehr ruhig.

Ein eindeutiges Signal für Anette M. dringend bei ihren Kindern nach dem Rechten zu schauen. Es war keine Minute zu spät. Gerade noch rechtzeitig konnte sie die beiden Vierjährigen davon abhalten, einen Schluck aus der blau-grünen Flasche mit Blumendünger zu trinken. Die Beiden hatten gerade ihre Becher mit der Düngeflüssigkeit gefüllt und meinten: „Wir wollen auch schneller wachsen“.

Woran können Sie Vergiftungen erkennen?

Neben ungewöhnlichem Verhalten des Kindes, können dies Bewusstseinseintrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit, Schock, Erregungszustände, Zittern, krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein. Ebenso können vermehrter Speichelfluss, Schaumbildung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Atemstörungen oder Herz-Kreislauf-Versagen auf eine Vergiftung hinweisen.

Was sollten Sie zu tun?

Erst einmal Ruhe bewahren! Das Kind nicht zum Erbrechen bringen und auch keine Kochsalzlösung oder Milch geben. Gerade Milchfette beschleunigen die Aufnahme der Gifte. Beim Erbrechen können die giftigen Substanzen größeren Schaden in der Speiseröhre anrichten. Geben Sie lieber verdünnendes Wasser!

Was passiert in der Klinik bzw. beim Arzt?

Es werden Infusionen zum Flüssigkeits- und Salzhaushaltsausgleich gegeben oder Antitoxine (Gegengifte) verabreicht. Unter Umständen werden auch Magenspülungen durchgeführt, um noch nicht resorbierte Gifte so schnell wie möglich zu entfernen und die Giftzirkulation im Körper zu verringern. Bei drohendem Nierenversagen ist eine Dialyse zwingend notwendig.

Checkliste bei Vergiftungen