Kopfschmerz

Unterschätztes Phänomen – beugen Sie vor!

Fast jeder kennt Kopfschmerzen: 40 bis 60 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich oder öfter unter Spannungskopfschmerzen, 12 bis 14 Prozent der Frauen und 6 bis 8 Prozent der Männer an Migräne. Meist werden die Schmerzen hervorgerufen durch Stress, Verspannungen oder Fieber. Unterschätzt wird bisher die Zahl wetterbedingter Kopfschmerzen. Jeder zweite Deutsche bezeichnet sich in Umfragen jedoch als wetterfühlig - und Kopfschmerzen sind hierbei das häufigste Symptom - vor allem im Herbst und Winter.

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Wetterwechsel trifft den Kopf

Wechselt das Wetter, reagieren viele Menschen mit Kopfschmerzen. „Der schnelle Wechsel von warm zu kalt ist eine biologisch kritische Phase. Mehr als 20 Millionen Deutsche klagen dann über Kopfschmerzen“, berichtet Dr. Dietmar Krause, Schmerzexperte beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) in Marburg. Gerade im Herbst folgt einem Hoch mit angenehmen Temperaturen um 20 Grad oft ein Tief, auf dessen Rückseite Kaltluft einströmt. „Temperaturunterschiede von 10 Grad und mehr innerhalb kurzer Zeit sind dann keine Seltenheit“, so Krause. Für den Körper sind schnelle Wetterwechsel der pure Stress. „Unser Organismus muss sich auf den Temperatur-, Luftdruck- und Feuchtigkeitswechsel erst langsam einstellen“, berichtet der Schmerzexperte. Ursache für die Kopfschmerzen sind sehr wahrscheinlich Regulationsprobleme der vielen kleinen Hirngefäße. „Schaffen es die Blutgefäße nicht, den Spannungszustand der Gefäßmuskulatur, den Tonus, anzupassen, kann das in Kopfschmerzen enden“, erklärt Dr. med. Jan-Peter Jansen, Ärztlicher Leiter des Ostdeutschen Kopfschmerzzentrums in Berlin.

Behandlung zügig beginnen

Gefährlich sind wetterbedingte Kopfschmerzen nicht. Meist helfen schon ein Spaziergang an der frischen Luft und, falls nötig, eine Schmerztablette. Allerdings sollte die Tabletteneinnahme nicht zu lange hinausgezögert werden. „Wenn man mit der Behandlung zu lange wartet, werden die Schmerzen nur schlimmer und sind dann schwerer weg zu bekommen. Wichtig ist, die Schmerzkaskade rechtzeitig und effektiv zu unterbrechen“, rät der Experte. Bei Kopfschmerzen am wirksamsten sind erwiesenermaßen Kombinationspräparate. Sie enthalten die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. ASS und Paracetamol wirken beide schmerzstillend, haben aber einen unterschiedlichen Wirkmechanismus. Koffein beschleunigt schließlich die Wirkung. Die eigene Anpassungsfähigkeit an das Wetter lässt sich übrigens leicht verbessern. Gehen Sie so oft wie möglich raus ins Freie - egal bei welchem Wetter. Optimal sind auch Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Langlaufen. Sauna und Wechselduschen trainieren die Gefäße, damit sie rasch auf unterschiedliche Temperaturreize reagieren. „Mit regelmäßigem Gefäßtraining hat es der Körper leichter, wechselhaftem Wetter zu trotzen“, so der Berliner Kopfschmerzexperte.

Aktiv gegen Migräne

Migränepatienten leiden in der Regel unter anfallsartigen, starken und typischerweise auf eine Kopfhälfte begrenzten Schmerzen. Der Schmerz kann jedoch während einer Attacke und von Anfall zu Anfall die Seite wechseln. Bei einem Drittel der Betroffenen verteilen sich die Beschwerden auch über den ganzen Kopf. Migränekopfschmerz hat einen pulsierenden oder pochenden Charakter und verstärkt sich bei körperlicher Anstrengung. Rund 85 bis 90 Prozent der Migränepatienten leiden an einer Migräne ohne Aura. Sie ist durch wiederkehrende Kopfschmerzattacken mit so genannten vegetativen Begleitsymptomen wie Übelkeit oder Erbrechen gekennzeichnet. Alltägliches wird den Betroffenen zur Qual.

Durch einen neuen Umgang mit Stress und eine bessere Einstellung lässt sich selbst gegen Migräne aktiv vorbeugen.

Tipps der deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft
  • Gewöhnen Sie sich einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus an - auch am Wochenende.
  • Vermeiden Sie persönliche Migräneauslöser. Diese können Sie z.B. durch das Führen eines Kopfschmerztagebuches ermitteln.
  • Meiden Sie starke Temperaturschwankungen, z.B. häufige Saunabesuche.
  • Treiben Sie Ausdauersport.
  • Hetzen Sie nicht in den Urlaub. Planen Sie besondere Ereignisse rechtzeitig.
  • Üben Sie das „Nein“ sagen. Sie müssen nicht immer allen Erwartungen gerecht werden.
  • Denken Sie daran: „Nobody is perfect“. Stellen Sie nicht zu hohe Ansprüche an sich selbst.
  • Planen Sie Ihren Tagesablauf. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor und vergessen Sie nicht, Pausen einzulegen.
  • Überfordern Sie sich nicht. Sie müssen nicht immer alles sofort erledigen.
  • Genießen Sie Ihr Leben. Lassen Sie sich auch mal verwöhnen.

Quelle: IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information

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