Seit 500 Jahren

»Jeden Tag bestens beraten«

 

Liebe Kunden,

unsere Raths-Apotheke feiert den 500. Geburtstag.

Damals wie heute steht der Mensch mit seinen Sorgen und Nöten bei uns im Mittelpunkt. Doch Apotheken leisten heutzutage sehr viel mehr!

Aus den alchemistischen Laboren, in den früher Arzneimittel aus Regenwürmern und pulverisierten Mumien gewonnen wurden, haben sich im Verlauf der Jahrhunderte moderne Beratungszentren rund um das Thema Gesundheit entwickelt.

 

Eine persönliche, fachkompetente Beratung setzt jedoch die Bereitschaft des Apothekenpersonals voraus, sich kontinuierlich weiterzubilden. Nicht nur in dieser Hinsicht ist unser Team sehr engagiert. Besonders im Bereich pflanzlicher Arzneimittel und Behandlungen haben wir unser Wissen professionalisiert.

 

Mit einer kleinen Zeitreise, anlässlich des Jubiläums, lade ich Sie nun ein, unsere Raths-Apotheke noch besser kennenzulernen. Gleichzeitig bedanke ich mich bei unseren langjährigen Kunden für ihre Treue!

 

Herzlich,
Ihre Karin Günther & das Team der Raths-Apotheke

500 JAHRE

HISTORISCHES

DER RATHS-APOTHEKE

Die älteste Apotheke im Land Brandenburg

Im Jahr 1241 trennte Kaiser Friedrich II. per Dekret die Herstellung von Arzneimitteln von der Ausübung der Heilkunde und schuf in Abgrenzung zum Arztberuf den des Apothekers. Im Mittelalter waren Apotheken von Tante-Emma-Läden kaum zu unterscheiden. Neben Arzneimitteln wurden feuchtempfindliche Waren wie Tee, Zucker und Pfefferkuchen, aber auch Räucherkerzen, Papier, Tinte und Kümmelschnaps gelagert.

Als der Frankfurter Erasmus Berisch 1517 die heutige Raths-Apotheke gründete, wurde er ebenso aufgefordert, Waren des täglichen Bedarfs für den „ehrbaren Rath“ vorzuhalten. Da die Apotheke fast 100 Jahre die einzige in Brandenburg war, legte ein Vertrag zudem fest, dass Bewohner der Altstadt zum „Zwecke des Erwerbs von Arzneien“ die Neustadt aufsuchen durften.

Gründungsurkunde sowie Chronik der Raths-Apotheke wurden vermutlich 1814 bei einem Brand in der benachbarten Ahlertschen Brauerei vernichtet. Mittels Apothekerakten aus dem Brandenburger Stadtarchiv lässt sich die Geschichte der Raths-Apotheke jedoch weiterverfolgen.

Nach dem Tode Erasmus Berisch 1547 kam es zwischen dem Rat der Stadt und den zwei Söhnen Berisch, Andreas und Hans, zum Streit über die Nachfolge der Apotheke. Markgraf Joachim von Brandenburg entschied zwar zu ihren Gunsten, doch Weihnachten 1550 wurde Lucas Scholle zum Raths-Apotheker bestellt, der diese Funktion bis zu seinem Tode 1585 ausübte. Er war es auch, der die erste „Arzneitaxe“ herausgab – ein Medikamentenverzeichnis, das erstmals die deutschen Entsprechungen für lateinische Bezeichnungen lieferte.

Im Wandel der Zeit

Einrichtungen, die der Allgemeinheit dienten, mussten schon damals mit „Visitationen“ rechnen. Scholles Nachfolger, der Apotheker Franz Tornow, war darauf bedacht einen besonders guten Eindruck bei den Kontrolleuren zu hinterlassen und verköstigte sie u. a. mit „5 Hammel, 30 Pfd. Schweinefleisch [...], drei Tonnen Brandenburger Bier und Wein vom Zinsmeister.“ Das die „Visitation“ im Jahr 1587 rund drei Wochen dauerte, mag daher nicht verwundern.

Das Gebäude in der Hauptstraße 34 überstand den Dreißigjährigen Krieg ebenso unbeschadet wie die Zeit des Schwarzen Todes (Pest), dem vermutlich zwei Raths-Apotheker zum Opfer fielen. Wenige Tage vor dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt der Apotheker Ernst Gastall die Erlaubnis zum Betrieb der Raths-Apotheke. Nur vier Jahre später - im Jahre 1949 - erfolgte ihre Verstaatlichung. Die Aufgabe der Apotheken bestand nun darin, „die Versorgung der Bevölkerung und der Einrichtungen des Gesundheitswesens mit Arzneien zu versorgen.“ So wurden in den 1960er Jahren u. a. das Sankt Marienkrankenhaus und das Klinikum in Lehnin mit Medikamenten aus der Raths-Apotheke beliefert. Von 1987 bis 1990 wurde Karin Günther als deren Leiterin eingesetzt.

Privatisierung & Heute

Mit dem Ende der DDR war das Aus staatlicher Betriebe und Einrichtungen besiegelt worden. Unabhängig davon musste die Medizinversorgung weiterhin gewährleistet bleiben. Vielen Apotheken blieb daher nur der Weg in die Privatwirtschaft.

>Raths-Apotheke – Haus der Gesundheit< titelte die Märkische Allgemeine Zeitung 1991 und lobte den Mut der Apothekerin Karin Günther, die „den ungewissen Weg in die Selbstständigkeit“ wagte. Karin Günther hatte klare Vorstellungen was die Raths-Apotheke betraf. Innerhalb nur weniger Wochen entstand in dem denkmalgeschützten Haus eine moderne Apotheke, „die sich sehen lassen kann und modernstem Standard entspricht.“ Zudem wurde das Sortiment um „Kosmetik- und Babypflegeartikel sowie Präparate für die Mundhygiene, Fußpflege und vieles mehr“ erweitert.

Mehr als 25 Jahre sind seitdem vergangen. Wer heute die moderne Raths-Apotheke im Herzen Brandenburgs besucht, wird kaum glauben, dass hier der Atem von 500 Jahren Geschichte durch die Räume weht. Für das Apothekenteam besitzt Tradition indes einen hohen Stellenwert: Menschen während des Genesungsprozesses fachkundig und herzlich zu begleiten, diesem Anspruch ist das Team bis heute treu geblieben.

Ihr Team der Raths-Apotheke

Unser Team begrüßt Sie im Herzen der Brandenburger Altstadt und kümmert sich kompetent, unabhängig und zuverlässig um Ihr Wohlergehen. Erwartungsgemäß erläutern wir Ihnen Wechsel- und Nebenwirkungen von Arzneimitteln und beraten Sie umfangreich zu Fragen der Selbstmedikation. Rund 9.000 apothekenpflichtige Arzneimittel halten wir in unserem Lager vorrätig. Umfangreich ist auch unser Sortiment an Hilfsmitteln, Kosmetika und vielem mehr. Durch erstklassige Ausbildungen und regelmäßige Weiterbildungen sind unsere Kenntnisse in vielen Teilbereichen der Gesundheitsberatung besonders ausgeprägt. Daher können Sie jederzeit eine optimale Beratung erwarten.

Besuchen Sie uns!

RÜCKBLICK

Bilder unserer Festwoche

Erhalten Sie hier einen kleinen Einblick in das Geschehen rund um unsere Festwoche im Mai. Mit einem abwechslungsreichen Programm, beginnend mit einem kleinen Empfang für Freunde und Kollegen über das Gummibärchengießen für Kinder bis hin zur Vermittlung von Wissen über die Welt der Kräuter luden wir alle ein, ein Teil der Feierlichkeiten zu sein. Danke an alle Gäste!

 

 

Raths-Apotheke

Seit 1517 sind uns ausgezeichneter Service und persönliche Beratung besonders wichtig. Besuchen Sie Ihre Beratungs-Apotheke in Brandenburg an der Havel in der Hauptstraße 34.

Kontakt

Raths-Apotheke
Hauptstraße 34
14776 Brandenburg an der Havel

03381 22 36 10

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